Sonntag, 24. Mai 2015

Lilien aus Zucker

Guten Abend,

momentan war es etwas ruhiger hier.

Neben Mamasein und Job (okay und Haushalt...) habe ich an einer Liliestudie gearbeitet und heute Abend gebe ich Euch einen Einblick.


Vorne links Lilie Nummer 3, Farbe kann noch optimiert werden, vorne rechts Lilie Nummer 2, Form war nicht realistisch, Lilie Nummer 1... RIP :O)

Schöne Pfingsten wünsche ich allen.

Wer Lust hat, am Stammtisch am 30.05.15 um 16 Uhr teilzunehmen, nutze gerne das Kontaktformular.

Eure Caro

Sonntag, 19. April 2015

Muttertagsidee: "Mama Du bist spitze" = eine Torte mit goldener Zuckerspitze.


Mein erster Anlauf mit Tortenspitze vor ca. 2 Jahren mit Magic Decor endete mit der Weitergabe des Materials...


Aber wie es so ist, gibt es meist einen zweiten Anlauf... mit fertig gemixtem Pulver von Cakelace und einer Schmetterlingsmatte gab es eine neue Versuchsreihe.


Das klappte so gut, dass ich mir wieder Dekormatten für Umrandungen zugelegt habe. 
Und nun gibt es sogar goldenes fertiges Pulver von Tortenkleid. Mein Partner der  Shop-Ecke Zuckerpapier 24.de hat mir eine Dose zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Herzlichen Dank dafür.

Nun meine Beobachtungen:

 1. Masse aufrühren vor der Entnahme.

2. Einstreichen in die Matte: Ich fand den Tipp auf der Packung hilfreich, dass man die Masse auf zweimal einstreichen solle. Also habe ich es so gemacht. Einmal einstreichen, 15 min später nochmal einstreichen.

3. Backen: Ich habe mehrere Versuche unternommen. Schließlich habe ich mich für volle 12 min bei 80 Grad entschieden.
zu kurz gebacken... nicht völlig ausgekühlt.

4. Auslösen: Geduld ist der Schlüssel. Es benötigt auch eine gewisse Abkühlzeit, bis das Muster gut aus der Matte auszulösen ist. Außerdem empfiehlt es sich, die Matte mit dem "Gesicht nach unten" abzurollen.

5. Aufbewahren: Eingetuppert bleiben die Zuckerspitzen dann auch einige Zeit elastisch.




Ergebnis: Sehr edel! Ein wunderschöner Goldschimmer.




Gedanken zum Schluss:


  • Schmeckt`s? Im Geschmacksvergleich zu Cake Lace kann man keine erhebliche Abweichung verzeichnen.
  • Ich bin ein Schwabe, es liegt mir in den Genen sparsam zu denken... An alle anderen Schwaben: Es könnte sich lohnen, größere (im Anschaffungspreis etwas höhere) Matten anzuschaffen, denn bspw. für mein Herz brauchte ich zwei Spitzenstränge, die ich dann nacheinander herstellen musste. Wäre praktisch, das in einem Vorgang zu erstellen. Zumal man vielleicht einige Versuche braucht, bis man den Kniff heraus hat.
  • Es ist eine effektvolle, gleichzeitig schlichte Möglichkeit, eine Torte zu dekorieren. Und man kann die Deko gut vorher vorbereiten und aufbewahren.


So und wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, Eurer Mama zum Muttertag zu sagen "Du bist einfach ein Goldstück und SPITZE!"... konnte ich euch vielleicht einen schönen Impuls geben.



Ich verabschiede mich mit einem Anschnittfoto und dem leisen Hinweis, dass ich in der Backwerkstatt Ehingen (hier) am 09.05. einen Basiskurs mit Zuckerspitze anbiete.

Schönen Abend, 

Eure Caro





Donnerstag, 9. April 2015

Seit langem mal wieder eine ausdekorierte Torte...

Karikaturen modellieren ist neben Hibiskusblüten die Herausforderung des Frühjahrs...

Dazu habe ich kürzlich einen Modellierkurs für Karikaturen besucht.Es hat mir großen Spaß gemacht und es reizt mich, Ähnlichkeit zwischen Modellierung und einer realen Person zu erarbeiten. Ob ich es je wirklich schaffen werde, wird sich mit Übung weisen.

Nun dürft ihr - wenn ihr wollt- die ersten Übungen anschauen.. Wer die reale Person sehen möchte, kann einen Blick auf sie auf der Backwerkstatt- Seite erhaschen... :)








In der Wickeltorte sind Schokobisquit und Blaubeercreme- Durchmesser ca. 17 cm, 10 cm hoch. Danke an Birgit für die Konstruktion eines neuen Tortenrings!


Ich schließe mit dem Übungshibiskus für den Kurs am 4.07.15, in dem auch noch Plätze frei sind.




LG Eure Caro



Dienstag, 31. März 2015

Die Hühners sind los--- Ostern naht!

Na? Habt ihr schon Osterlämmer gebacken?

Dieses Jahr beschränke ich mich auf wenige Lämmer- aus Zeitgründen. Lammideen findet ihr unter Ostern- mit allen Dekorationen der letzten 7 Jahre ;).

Einen Trend mit Hefeteig verrate ich Euch am Ende des Posts.

Die "Hühners" aus Cakepops

sind eine kleine Dekorationsidee für Ostern.


Schon lange wollte ich Cakepops-Backmatten testen, da mein Cakepopmaker am Deckel ausgeleiert ist und Stufen in die Cakepops backt. RBV-Birkmann stellte mir freundlicherweise zwei Testmatten zur Verfügung. Einmal klassisch rund, einmal in Ei-Form.

Ich habe mich für die Ei-Form entschieden und habe ein paar "Hühners" dekoriert.


Zunächst habe ich die Form mit Backspray und Pinsel leicht ausgefettet. Dann Tiroler Nuss-Teig in einen Einwegspritzbeutel gefüllt und die Mulden gefüllt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass sie in der Mitte bis über den Rand gefüllt sind, damit sie nachher die Form ganz ausfüllen.

Nach etwa 12 min bei 180 Grad sind sie fertig und können auch direkt in der Form auskühlen.

Weiterdekoriert habe ich mit Candymelts, Modellierschokolade und einfachen Ausstechern. Die Füße sind kleine halbierte Gerbera, Augen, Haare und Schnäbel freihand modelliert.



Die Pops kann man super geschickt in die Cakepophalter von RBV gleich auf den Kaffeetisch stellen. Und wer den Kindern keine Farbstoffe geben möchte... kann einfach ein paar Cakepops ohne Candymelts aufbewahren, die sind genau so schnell gegessen :).

Mein Fazit: Ich steige vom Cakepopmaker auf die Backmatten um, weil sie praktisch sind und gute Ergebnisse erzielen.


Zum Abschluss noch ein Hefeteig-Trend zu Ostern:



Einfach Hefeteilchen mal mit einer Puddingcreme füllen.
Ich habe mal ein Rezept von Brigitte T bekommen und wir mögen es:








 Puddingfülle
250 g Milch
20 g Eigelb
25 gVanillepuddingpulver
50 g Zucker
100 g Frischkäse


Gutes Gelingen und ein frohes Osterfest
wünscht Euch Eure
Caro



Freitag, 23. Januar 2015

Wickeltorten- Genuss für's Auge und mehr

Nicht nur für Motivtorten nutze ich sehr gerne Wickeltorten. Auch einfach mal so nutze ich gerne die Gelegenheit, das zu üben.
Spezialisiert bin ich ja auf Milchmädchenwickeltorten, dank Birgit übe ich nun mit Bisquit.

Wichtig ist, so habe ich gelernt (danke Backfreaks), dass man die Schichten nicht zu dick füllt, weil sonst der Bisquit nach unten absackt.

Für den Winter eignet sich die "Dany-Sahne-Torte" ganz hervorragend. Eine Wickeltorte nach Birgit. Gefüllt mit Schokopudding, Sahne, Johannisgelee und Walnüssen.

Eingestrichen habe ich diese Version mit einer Creme aus Sahne, Zartbitterschokolade und Frischkäse. Ich liebe Granatapfelkerne als Deko.

 

Bisquit nach Birgit:

7 Eier trennen
210 g Zucker mit Eiweiß zu Schnee rühren
Eigelbe darauf geben, unterrühren
210 g Mehl unterziehen

Auf ein Ei kommen 30 g Mehl und 30 g Zucker, so kann man die Bisquitmenge immer anpassen.
 Für eine 18er Torte mit knapp 9 cm Höhe habe ich 7 Eier genommen.

Ich backe dann eine Teigplatte rechteckig aus und einen Deckel und einen Boden mit ca. 20 cm Durchmesser.

Für die Füllung:

aus 375 ml Milch und 2 EL Zucker einen Schokopudding kochen
2 Blatt Gelatine darin auflösen. Den Pudding erkalten lassen und dann auf dem rechteckigen Bisquit verteilen
500 g Sahne steif schlagen, leicht süßen und auf die Puddingmasse streichen.

Johannisgelee in 4 Linien längs über die Bisquitplatte geben und 100 g geröstete Walnüsse darauf streuen.  Kühlen lassen, damkt die Füllung beginnt fest zu werden. Dann mit dem Lineal z.B. 6 cm breite Streifen (quer abteilen). Wie man wickelt sieht man hier...
http://mitliebegebacken.blogspot.de/2014/04/eine-fruchtige-wickeltorte-damit-wird.html

Oder immer wenn Birgit bei mir zu Gast ist und die Wickeltorte vorführt :)

Diese Torte habe ich abgewandelt zu einer Blutorangen-Zimt-Wickeltorte. Bilder und Rezept folgen.

Dafür zeige ich Euch noch, was ich meine, wenn ich beschreibe, es darf nicht zu dick gefüllt werden. Seht ihr, wie der Bisquit unten abknickt?

Ein frohes Wickeln wünscht Euch 
Caro

Sonntag, 28. Dezember 2014

Orangen Tonka Buttercakes für Silvester

... also ich weiß ja nicht, wie andere das machen, aber bis Weihnachten reichen meine Plätzchen immer grade so. Zwei Teller für die eigene Familie und die kleinen Päckchen hier und da und schwupps sind sie weg.

Da man aber grade "zwischen den Feiertage" auch mal hier und da zu Besuch ist oder Besuch bekommt, hab ich doch tatsächlich nochmal was gebacken. Auch wenn ich zwischenzeitlich auf Obstsalat umgesattelt habe, ist es doch nett, noch "was mit Biss" dazu zu stellen.

Die Rezept-Idee stammt von Dirk von Cucina e Passione. Ich danke Dirk für diese tolle Idee!

Es ist so eine Art Soft-Cake Deluxe in knuspriger Version. Meine Abwandlungen schreibe ich kursiv.

So wird's gemacht:


Man braucht:
1 Waage
1 Sieb
1 Teelöffel
eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät inkl. Rührschüssel.
ca. 3 kleine Schüsseln für die Zutaten des Teigs
eine Reibe für die Tonka-Bohne und Orangenabrieb.
ggf. eine Saftpresse
1 Teigrolle und evtl eine Dauerbackfolie oder Silikonmatte (oder etwas Stärkemehl)
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1 Topf 
1 Schneebesen (oder Löffel)
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2x Topf und eine draufpassende Schüssel zum Schokolade Schmelzen (oder Schokoschmelzgerät wie in meinem Fall)
1x Schokoladenthermometer
1 Whisky-Glas zum Ausstechen ;)

Keksteig:
250 g Butter Süßrahm
1 Tonkabohne
 Abrieb einer Bio-Orange
120 g Puder-Zucker
2 TL Tongavanillezucker
350 g Mehl

1 Eigelb
2 EL Saft der abgeriebenen Orange 

Alle Zutaten auf Raumtemperatur angleichen lassen. Zutaten in Schüsseln wiegen und bereit stellen. Mehl und Puderzucker sieben.
Butter in kleine Würfel schneiden.Dann 10-15 min weißschaumig in der Küchenmaschine aufrühren lassen. Puderzucker und Eigelb dazu, Orangenabrieb und Tonka dazu, weiterrühren. Vorsicht, langsam anfangen, sonst staubt es :).
Dann kann man die Hälfte des Mehls zugeben. Wer möchte kann nun von Hand weiterkneten. Ich habe die Orange ausgepresst und dann esslöffelweise Saft zugegeben, bis der Teig ein homogener Knetteig war.
Teig zu einer Kugel formen, platt drücken und in Frischhaltefolie in den Kpühlschrank legen. Nach 3 Stunden (oder über Nacht) ist der Teig einsatzbereit.
 
Ich habe den Teig in zwei Hälften geteilt und ausgerollt. Ist der Teig beim Ausrollen widerspenstig, würde ich ihn auf etwas Stärke und unter einer Backfolie ausrollen. Ich habe die Taler etwa 4 mm dick ausgerollt und ausgestochen mit einem Whiskeyglas.

Dann bei Heißluft ca. 170 Grad etwa 8-12 min gebacken. Sie sollten gut knackig gebacken sein, sagt Dirk und darum habe ich die Temperatur angepasst, als die Taler außen zu schnell dunkel wurden. Denn auch die Mitte des Kekses soll gut knusprig sein. Am besten sieht man das, wenn man einen Taler umdreht, der Boden des Kekses sollte vom rand zur Mitte hin goldgelb bis bräunlich werden. Wird er außen dunkelbraun bis schwarz, ist der Ofen zu heiß.So zumindest meine Laien-Einschätzung :)
 

für das Orangen-Whiskey-Gelee:
1/2 Glas Bitterorangenmarmelade Aprikosenmarmelade
60 ml milder Whisky (z. B. Jameson 12 Years) Famous Grouse
1 gestrichener TL Agar Agar 2 EL Sanapart (oder in kaltem Whiskey gelöste Speisestärke)

etwa 1/2 Glas Aprikosenmarmelade (wird nicht so bitter wie Orange) mit etwas 60 ml Whiskey erwärmen (ich habe nicht gemessen, nur geschwuppst..) dann mit Stärke aufkochen lassen (oder einfach Sanapart unterrühren.Hier nutze ich den Schneebesen.  Der einzige Grund für die Nutzung von Sanapart war: Die Packung war offen...

Nach dem Erkalten des Kekses und des Gelees einen Teelöffel Whiskey-Gelee auf den Keks geben und am besten an einem kühlen Ort erstarren lassen.

Überziehen mit Schokolade:
Ich habe 2 Tafeln Milka Zartherb mit einem Esslöffel Kakaobutterchips geschmolzen. Einfach damit sie etwas dünnflüssiger wird.
Temperierregeln seht ihr unter "Pralinen"
Ohne ein Thermometer geht es nicht (es sei denn ihr verwendet Fettglasur)-
für die weiße Deko habe ich eine Tafle weiße Milka geschmolzen.

Ich habe dann die Kekse kopfüber in die Schokolade getunkt undkurz abgeschüttelt, wieder auf ein Backpapier gesetzt. Als die dunkle Schokolade angezogen hatte, nahm ich einen kleinen Löffel und habe schnelle schwungvolle Bewegungen über den Keksen gemacht, damit die Streifen dünn wurden. Man kann auch Kreise ziehen. Achtung: Meist ist der der erste Tropfen vom Löffel dick, aber so bald man in Bewegung kommt, werden die Linien feiner.

Zum Schluss noch eine Viertel Pekannuss aufgelegt.
Fertig.

Für die Kinder habe ich einen Teil ohne Whiskey gemacht und ein Gummibärchen aufgelegt :).
 

Nun wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2015.
Eure Caro


Sonntag, 14. Dezember 2014

Bakeout Prophylaxe für die Back-Blogger-Welt

Bittersüß-Vom Bakeout in der Backbloggerszene

Ich möchte mich mit diesem Begriff nicht über das Burnout-Syndrom lustig machen. Den Begriff Bakeout hab ich mir geliehen, weil er die Symptome des Burnouts auf die Backwelt überträgt.

Es gibt so viele da draußen, die für Torten ALLES geben, was sie an Energie, Kreativität und Liebe zum Detail, Backtalent in sich tragen. Das bedeutet, dass ein Hobby- Motivtortenbäcker gut und gerne mal 20 Stunden für eine Torte arbeiten kann. Backen, Füllen, modellieren, ausdekorieren, eindecken. Aber auch Material beschaffen, abspülen, grundreinigen. Und das neben dem ganz normalen Arbeitsalltag her.

Ob als Mummy im Familienmanagement oder Vollzeit-Tätige im Pflegeberuf mit Schichtdienst, oder eine Kombination aus beidem. Da kann man sich durchaus von der Leidenschaft für die Tortenkunst einmal zum Verausgaben verführen lassen. Und wieder und wieder.
Jede von uns erinnert sich sicher an den Tag nach der Torte, wenn man völlig fertig, aber auch stolz auf sein Werk ist? So ehrlich muss man sein dürfen.

Wieso ich das Thema einmal offen ansprechen will?

In letzter Zeit kommt es immer öfter vor, dass Leute Backpausen einlegen oder ihren Frust ob gedrosselter Reichweiten in einer namhaften Social-Media- Plattform verlauten lassen. Manche fühlen sich sogar schlecht, wenn sie "Likes" verlieren.

Aber auch in unserer "Wiege der Motivtortenbewegung", dem Torten-Talk werden immer wieder Klagen laut, dass mit Liebe gemachte Werke wenig bis keine Beachtung finden. Vielleicht mal ein "gefällt mir" oder einen Smiley, aber eben selten detaillierte Rückmeldung mit Wertschätzung der Arbeit und Tipps für weitere Ansatzpunkte.

Ja, die Tortenwelt ist groß und durch den Hype im Moment boomen die Zahlen der Neueinsteiger, dadurch wird die virtuelle Tortenwelt unübersichtlicher. BLOGS  und Facebookseiten schießen wie Pilze aus dem Boden.  Dadurch wird die Landschaft unpersönlicher und unübersichtlicher.

Letztens habe ich mich mit dem Heuberger Backteufele auf einen Kaffee getroffen. Dabei haben wir festgestellt, dass wir das schönste Hobby überhaupt haben. Dass es daneben aber auch eine Realität gibt, die einen immer wieder einholt.Und wir haben uns bei manchen gefragt, wie manche Blogger und Seitenbetreiber denn daneben das "ganz normale Leben" bestreiten.

Durch dieses Gespräch kamen wir auf einige kritischen Punkte des Motivtorten-Lebens, die einen Bakeout begünstigen könnten. Folgende Tipps können helfen, einem "Bakeout" vorzubeugen....

1.) Besuche eine Tortenmesse, einen Tortenstammtisch oder ein Bloggertreffen und lerne die Menschen hinter den Seiten kennen. Die schönen Gespräche, das Miteinander-Kichern und Tratschen gibt einem viel viel mehr als eine Million Likes.

2.) Besinne Dich auf das Wesentliche an Deinem Hobby. Der Beschenkte freut sich über Deine Torte und mag sie. Schön, das ist doch ein Volltreffer.

3.) Networking ist schön und wichtig. Viele Follower oder Likes sind schön. Wenn sie von Herzen kommen. Massen- und Gefallensdäumchen sind es- so wird unterstellt- nicht.
Das ist auch das Problem an den Like-gebundenen Gewinnspielen. Deswegen freue Dich über eine ernsthafte Rückmeldung von einer Person mehr als über 1000 Däumchen. (Natürlich sind Däumchen auch schön :).
Außerdem arten Share4 Share und sonstige Aktionen mit Aktionszwang mittlerweile ziemlich aus. Ist nicht Qualität wichtiger als Quantität?
Solche Like-Gegenlike/Teil-Gegenteil-Aktionen können zum Pflichtprogramm werden und nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell zu Belastung werden (z.B. unzählige Wichtelgeschenke verschicken,etc.). Auch die Reichweite ist immer wieder ein Thema oder wieviele Menschen einen Beitrag gesehen haben. Das ist jedoch gesteuert von einer gewinnorientierten Maschinerie, die mit Deiner Torte sowas von überhaupt nichts zu tun hat.

4.) Eine Auszeit nehmen. Zum Beispiel beim Sport...Spaziergang... etc.

5.) Nimm Dir Zeit, Deine alten Sozialkontakte aus dem Zeitalter vor den Torten zu pflegen.  
Zum Beispiel auch mit Deinem Göttergatten :).
Zur Erinnerung, das ist derjenige, der zwischen Tonnen von Backpapier, Schokoklecksen und Mehlstaub völlig verwirrt in die Küche gestolpert kommt und sich fragt wo sein Schnitzel hinverschwunden ist.. Oder vor Jahren mit Dir in die Kamera des Hochzeitphotographen gegrinst hat.
Letztens machte ein Mann durch ein Musikvideo auf die drohende Verwahrlosung der Tortentanten-Ehemänner aufmerksam.

6.) Ich bin nicht perfekt und das ist okay.
Das beinhaltet nicht nur, dass man auch mal unperfekte Werke zeigt, um durch Rückmeldungen aus seinen Fehlern zu lernen, sondern auch Akzeptanz.
Akzeptanz, dass man nicht IMMER und überall 120% geben kann. Martina sagte dazu folgende weise Worte: " Wenn ich beim Tortenmachen über 100% gebe, was ich kann-
kann ich nicht gleichzeitig 100% perfekte Mutter sein, zur Arbeit gehen usw. die Prozent, die ich beim Tortenmachen mehr gebe, gehen von anderen Bereichen ab. Und in dem Moment, in dem mein Kind mich wirklich braucht, muss das andere hinten anstehen". Recht hat sie damit.

7.) Einfach mal nein sagen...Wenn man gefragt wird, "ob man nicht könnte..."

8.) Es muss auch nicht immer Torte sein. Die einfachen Rezepte sind auch nicht zu verachten.


Was aber tun, wenn man das Gefühl hat, wirklich ausgebrannt und am Ende seiner Kräfte zu sein?
Professionelle Hilfe holen! 
Zugang zum professionellen System erhält man zum Beispiel über das Netzwerk Burnout (die nächste Adresse aus dieser Region).


Ich schließe meine Gedanken mit einer lateinischen antiken Weisheit:
Torto ergo sum (ich torte, also bin ich ;))- gleichzeitig gibt es auch ein Leben außerhalb der Küche.

Weiterhin viel Freude am Hobby und viele Resilienzfaktoren wünscht Euch

Eure Caro,

die dem lieben Deifi dankt für das schöne Treffen, Telefonat und für die Knutschkugeligkeit!



Weitere interessante Links zum Tortenwahnsinn...
Über Kurse im Cakedesign..